… gibt es nicht!

Natürlich ist es verführerisch, wenn Trainer mit der Methode werben und sofortige Lösungen für alle Probleme anpreisen.

Und auf den ersten Blick erreicht die Methode zunächst einen Erfolg: Der gerade noch Artgenossen gegenüber aggressive Hund, verhält sich innerhalb kürzester Zeit (manchmal wenige Minuten) scheinbar gelassen und ruhig. Für jemanden der die Körpersprache und das Ausdrucksverhalten des Hundes nicht lesen kann, ist das sehr beeindruckend. Doch ist das Problem wirklich behoben?

 

Schaut man etwas genauer hin, dann stellt man schnell fest, dass die Methoden dieser „Wundertrainer“, „Hundeflüsterer“ oder wie immer sie sich nennen mögen, auf Strafe und Meidemotivation basieren.

Kurzfristig sieht es so aus, als wäre eine Lösung tatsächlich da, aber jeder der die Körpersprache eines Hundes lesen kann stellt fest, dass der Hund einfach aus lauter Angst vor weiteren Attacken absieht.

Nach kurzer Zeit taucht dann das Problem wieder auf, und oft sogar in verschärfter Form. Dann stehen Sie als Halter vor der Wahl, mit immer härteren Strafen weiterzumachen, bis der Hund passiv und hilflos ist oder ihn besser gleich abzugeben. Ist das aber wirklich die Wahl?

Hund auf dem Weg

NEIN! Sie haben immer noch die Möglichkeit eine wirkliche und vor allem dauerhafte Lösung zu erzielen. Aber eine echte Verhaltensänderung nimmt Zeit in Anspruch. Zusammen mit einem guten Trainer müssen sie die Ursachen für das Verhaltensproblem ergründen und dann gemeinsam eine Lösung erarbeiten. Der Hund soll die Möglichkeit erhalten, angstfrei zu lernen. Beim Training sollten die Anteile der Belohnungen überwiegen.

Man kann über die positive Motivation auch sagen „Langsam ist schnell“. Damit ist gemeint, dass es zwar am Anfang länger dauert, um die Ursache zu finden, den Plan zu erstellen und umzusetzen. Aber das was zu Beginn mehr Zeit in Anspruch nimmt, macht sich im Lauf des Trainings doppelt und dreifach bezahlt da man häufig schneller voran kommt, als erwartet, und die Lösungen vor allem dauerhaft sind!

 

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